Die „Fauna von Endenburg“ ist ein Pilotprojekt. Jeder mit Interesse an der Tierwelt seines Heimatorts kann diese auf einem „Lokale-Fauna-Poster“ seinen Mitmenschen präsentieren. Hier: Erfahrungen / Anleitung

Präsentation der Tafel mit Bürgermeister Gunther Braun (links) und Ortsvorsteherin Daniela Trefzer

Kurzbeschreibung des Projekts „Warum geht es?“

  • Innerhalb von sechs Jahren dokumentiere ich 99 Wirbeltierarten in der Umgebung meines Wohnorts. 
  • Ich stelle alle Arten auf einem Poster zusammen. 
  • Ein kurzer begleitender Text erklärt das Projekt und macht auf Umweltprobleme aufmerksam. 
  • Ein Nabu-Mitarbeiter, ein Grafiker und der lokale Tourismusverein unterstützen das Projekt
  • Der Tourismus-Verein finanziert den Grafiker und neun Tafeln. Die Tafeln werden an drei Schulen, zwei Wirtshäusern, einem Kindergarten, einem Museum, einem Sanatorium und einer Bushaltestelle aufgestellt. 
  • Zum Abschluss wird ein Termin mit Ortsvorsteherin / Bürgermeister arrangiert und das Projekt in der lokalen Presse vorgestellt.
  • Infos sind auch online verfügbar: http://www.wilddocu.de/category/allgemein/voegel/fauna-endenburgensis/
Screenshot eines Online-Artikels zum Projekt in der Badischen Zeitung

Was bringt das Projekt?

  • Darstellung der lokalen Fauna im öffentlichen Raum
  • nachhaltige Information über ein Natur-Thema (Artikel in Zeitung ist singuläre Erscheinung / Informationen auf Tafeln sind über Jahre präsent)
  • Möglichkeit für die involvierten Institutionen (z. B. Nabu, Tourismus-Verein), sich mit ihrem Logo zu präsentieren (Werbe-Effekt)

Reaktionen aus der Bevölkerung

„Kann ich mitmachen?“

„Hätte nicht gedacht, dass es noch so viele Arten bei uns gibt.“

„Ich werde jetzt auch mal genauer hinschauen.“

Was sind die Voraussetzungen für Interessierte, die selbst ein „Lokale-Fauna-Poster“ erstellen möchten?

  • Interesse an Natur / Tieren
  • Kenntnisse in Tierfotografie: Tele- und Makro-Bereich
  • Kontakt zu Grafiker / Kenntnisse Indesign (Grafiker-Programm)
  • Vorkommen von Tieren (Anzahl der Arten ist kein Kriterium.)
  • Wissenschaftlichkeit ist keine Voraussetzung (Die Erhebung kann subjektiv sein; bestimmte Tiergruppen wie Fledermäuse, Nagetiere (inkl. Bilche) und Marder können unterrepräsentiert sein – eventuell Hinweis darauf)

Kosten

  • für Poster / Tafeln: im Internet bei Anbietern abrufbar (Für eine wetterfeste Tafel (120 x 80 cm) muss man mit ca. 100 Euro rechnen.)
  • eventuell für Grafiker

Arbeitsabläufe / Zeitaufwand bei „Fauna von Endenburg“

  • Tieraufnahmen während der 6-jährigen Dokumentationsphase („bei jeder Gelegenheit“) … hunderte Stunden + Bildsichtung / -bearbeitung
  • mehrere Treffen für Projektvorstellung im Verein, inkl. Posterpräsentation
  • mehrere Treffen mit Grafiker, der Layout für Poster erstellt
  • Auswahl der Bilder und Einfügen in Posterlayout
  • zwei Termine bei Firma, die Tafeln erstellt
  • Fahrten zu den Abnehmern der Tafeln, die die Tafel jeweils selbst aufstellen
  • eine Tafel selbst angebracht

Artensammeln vs. Projektrealisierung

Tierarten in einem Gebiet zu erfassen, ist aufwändig. Zu Beginn einer Untersuchung findet man viele. Je länger man ermittelt, desto länger dauert es bis eine „neue“ Art hinzukommt.  Deshalb wurde nach etwa fünf Jahren Suche beschlossen, bei Erreichen einer plakativen Zahl – 99 – eine Zusammenfassung zu machen und mit einem Poster ein erstes Ergebnis zu liefern. Für die Zukunft war und ist zu erwarten, dass weitere Arten hinzukommen würden. Diese können auf der Tafel nicht erfasst werden. 

Empfohlenes Motto: „Ergebnis liefern, statt Nie-fertig-werden“

Ist das Projekt Nachahmer-tauglich?

unbedingt!

Sind Varianten des Themas denkbar? Ja!

  • Tafel für Insekten, etc.
  • Tafel für Pflanzen