Ralf hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Tierleben in seinem Heimatort zu dokumentieren. Zunächst will er die 99 auffälligsten und spektakulärsten Wirbeltier-Arten zusammenstellen, um dann ein erstes Resümee zu ziehen. Stand Juli 2017: 96

Berücksichtigt sind nur Arten, die tatsächlich in Endenburg nachgewiesen wurden. Einige Arten konnten vor Ort noch nicht fotografiert werden. In einigen Fällen habe ich deshalb Aufnahmen, die andernorts entstanden, in die Sammlung mit aufgenommen.

Ich freue mich über Hinweise auf Tiere und nehme auch gerne Fotos von anderen Interessierten in diesen Beitrag mit auf!

Säugetiere

Insektenfresser

fe_mammals_012

Europäischer Maulwurf

fe_mammals_011

Typisch Maulwurf: breite Grabhand mit langen Krallen

fe_mammals_015

Hausspitzmaus. Kennzeichen: große Ohrmuscheln; dunklere Oberseite und hellere Unterseite setzen sich nicht deutlich voneinander ab.

fe_mammals_016

Vorsicht Feind von hinten! – Zu den Tieren, die der Hausspitzmaus in Endenburg gefährlich werden, zählen Wiesel und Hauskatze.

Fledertiere

fe_mammals_017

Fledermaus (Art noch nicht bestimmt) – hat bei uns im Sommer ihr Tagesversteck unter Ziegeln am Dachrand

Hasentiere

fe_aves_012

Europäischer Feldhase. In Endenburg sind Feldhasen verhältnismäßig selten. Man sieht sie sowohl auf den Weiden wie auch im Wald.

Nagetiere

fe_mammals_006

Eichhörnchen …

fe_mammals_007

… kommen im Herbst aus dem Endenburger Wald, um auf Walnussbäumen am Ortsrand zu ernten.

fe_mammals_008

Um an die Kerne in den Nüssen zu gelangen, wird zunächst die grüne Schale entfernt und ausgespuckt.

Carnivore

fe_mammals_009

Rotfuchs

fe_aves_015

Füchse kommen nachts bis in den Ort.

fe_aves_013

Komposthaufen ziehen sie an.

fe_mammals_004

Dachs: Auch er traut sich nachts in den Ort.

fe_aves_009

Wie ein kleiner Bär: die typischen Spuren des Dachs im Erdenburger Wald

fe_mammals_010

Hermelin im weißen Winterkleid

fe_aves_014

Steinmarder. Kennzeichen: weiße Kehle

fe_mammals_002

Baummarder. Kennzeichen: orange Kehle

fe_mammals_001

Ein Baummarder hat sich einen Apfelbaum als Tagesversteck ausgesucht …

fe_mammals_003

… eine Elster hat was dagegen.

Paarhufer

fe_aves_016

Wildschweine. Selten werden sie im Endenburger Wald so mächtig. Dafür sind sie bei Jägern zu beliebt. Aufnahmeort: TP Lange Erlen, Basel

fe_mammals_019

Wildschweinrotte: auf dem Weg aus der Höllschlucht nach Endenburg

fe_aves_010

Auf den Weiden rund um den Ort machen Wildschweine auf der Suche nach Regenwürmern immer wieder Schäden.

fe_mammals_018

Die Wildschweinspur besteht aus zwei länglichen Hufabdrücken der Zehen 3 und 4. Die Zehen 2 und 5 drücken sich jeweils als Punkt dahinter ab. Ring ( Ø: 2 cm) zum Größenvergleich

fe_mammals_014

Reh

fe_mammals_013

Vor allem im Frühjahr und Sommer sind Rehe auch tagsüber an den Waldrändern rund um Endenburg zu beobachten.

Nachgewiesene Säugetiere, die noch nicht dokumentiert sind: 

Gämse, Waldspitzmaus, Waldmaus, Östliche Schermaus

Vögel

fe_aves_001

Endenburg bietet für etliche, auch seltene Vogelarten immer noch gute Lebensbedingungen. Günstig für Vögel wirkt sich unter anderem aus, dass der Ort im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland sehr südlich liegt und das Klima hier mild ist. Auf Pestizide wird weitgehend verzichtet. Außerdem liegt Endenburg auf einer Wanderroute für Vögel. Im Frühjahr und Herbst kann man deshalb mit Gästen rechnen.

Reiher

fe_aves_042

Graureiher

Störche

fe_aves_004

Weißstorch

fe_aves_092

Zwei Störche nutzen die Thermik über Endenburg, um Höhe zu gewinnen.

Hühnervögel

Auerhahn (nachgewiesen, aber noch nicht dokumentiert)

Watvögel

Waldschnepfe (nachgewiesen, aber nicht dokumentiert)

Greifvögel

fe_aves_081

Roter Milan

fe_aves_082

Kennzeichnend für den Roten Milan: Roter Rumpf und Schwanz; heller Kopf und weiße Flügelflecken

fe_aves_002

Schwarzer Milan. Im Gegensatz zum Roten Milan ist sein Gefieder bräunlich; der Schwanz weniger gegabelt.

fe_aves_065

Mäusebussard: Die Gefiederfarbe variiert bei dieser Art sehr stark – von dunkelbraun bis überwiegend weiß. Hier segelt ein sehr helles Exemplar.

fe_aves_066

Von allen Greifvögeln, die in Endenburg vorkommen, ist der Mäusebussard am präsentesten. Das miauende typische „hi-ääh“ ist oft zu hören.

fe_aves_095

Turmfalke (Weibchen)

fe_aves_097

Turmfalken nutzen Leitungen gerne als Warte …

fe_aves_096

… auch die großen Fichten beim Gasthaus Pflug eignen sich dafür.

nachgewiesen, aber noch nicht dokumentiert: Sperber, Habicht, Wespenbussard, Baumfalke

Tauben

fe_aves_054

Haustaube. Sie lassen sich in Endenburg nur selten blicken.

fe_aves_080

Ringeltaube. Kennzeichen: zwei weiße Abzeichen an den Halsseiten, die wie ein Ring wirken

Eulen

fe_aves_007

Waldkauz

fe_aves_006

Waldkäuze sind rund um den Ort präsent und nachts zu hören.

Segler

fe_aves_064

Mauersegler: Nur bis etwa 7 Exemplare sind zwischen  Anfang Mai und Augtust in Endenburg präsent. Spezielle Nistkästen an Gebäuden helfen ihnen, einen Brutplatz zu finden.

Wiedehopfe

fe_aves_008

Wiedehopf. Im Frühjahr 2015 schaute einer für einen Tag vorbei. Für mich war er ein Vorbote des heißen Sommers. Der Wiedehopf braucht Bäume mit großem Durchmesser, in denen er Höhlen vorfindet. Diese sind in Endenburg rar.

Spechte

fe_aves_003

Schwarzspecht. Auch er benötigt für seine Höhlen Bäume mit großem Durchmesser. Mit seinen Rufen ist er sehr präsent. Er ruft „kliöh“, grünspechtartig „gückgückgück“ und im Flug weit hörbar „krikrikrikri“.

fe_aves_043

Grauspecht. Das Weibchen mit komplett grauem Kopf ohne Rot

fe_aves_044

Die Obstbäume auf den Erdenburger Wiesen sind für den Grauspecht interessant, gelegentlich auch Gebäude.

fe_aves_047

Grünspecht: ein Weibchen; das Männchen hat einen roten Bartstreif.

fe_aves_024

Buntspecht: ein Weibchen, ohne roten Genickfleck

fe_aves_023

Buntspecht-Portrait eines Männchens

fe_aves_075

Mittelspecht: mit rotem Scheitel; das Rot an der Basis des Schwanz‘ ist eher blass; Bauch und Brust gestrichelt

Projekt_Fauna-endenburgensis

Wendehals: kein echter Specht, aber der Familie nahe verwandt. Er lässt sich nur kurz, im September während des Vogelzugs, in Endenburg blicken.

fe_aves_102

Der Wendehals hält sich viel am Boden auf, der Suche nach Ameisen.

fe_aves_101

Wie die echten Spechte richten die Wendehälse zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten aus.

Schwalben

fe_aves_068

Mehlschwalbe

fe_aves_071

Mehlschwalbe mit typisch rein weißer Unterseite

fe_aves_069

Während des herbstlichen Zugs können sich an manchen Tagen mehrere Hundert Mehlschwalben in Endenburg versammeln.

fe_aves_067

Mehlschwalbe: Man beachte die gefiederten Füße, die aussehen als wären sie mit Mehl bestäubt.

fe_aves_070

Mehlschwalben: Vermutlich auf der Suche nach neuen Nistmöglichkeiten für das nächste Jahr

fe_aves_079

Junge Rauchschwalben mit typisch rot-schwarzem Kopf. Bei Jungvögeln fehlen noch die langen seitlichen Schwanzfedern. Die Art ist in Endenburg seltener als die Mehlschwalbe.

Stelzen

fe_aves_012

Bachstelze

fe_aves_011

Bachstelzen sind eng an Weiden und Rasen gebunden.

Würger

fe_aves_076

Neuntöter, Männchen. Neuntöter sind auf große Insekten als Beute angewiesen.

fe_aves_077

Neuntöter, Weibchen

Laubsänger

fe_aves_108

Zilpzalp

fe_aves_109

Der Zilpzalp ist vom Fitis am Gesang und den dunklen Beinen zu unterscheiden.

fe_aves_110

Den Zilpzalp hört man eher, als dass man ihn sieht: Er singt monoton „zilp zalp zilp zilp zalp …“.

fe_aves_103

Wintergoldhähnchen

fe_aves_104

Das Wintergoldhähnchen ist zusammen mit dem Sommergoldhähnchen der kleinste Vogel Europas.

Sänger

fe_aves_094

Trauerschnäpper, Weibchen im Herbst.

fe_aves_089

Steinschmätzer

fe_aves_090

Steinschmätzer sind in Endenburg nur im Herbst zu beobachten. Die durchziehenden Vögel suchen auf den Weiden nach Nahrung.

fe_aves_091

Oft sitzen sie an erhöhter Stelle, um das umgebende Gelände nach Insekten abzusuchen.

fe_aves_048

Junger Hausrotschwanz

fe_aves_049

Hausrotschwanz-Weibchen erntet Holunderbeeren. Sie gehören im Frühjahr zu den ersten Rückkehrern nach Endenburg.

fe_aves_083

Rotkehlchen

Drosseln

fe_aves_004

Amsel, Männchen, sträubt Gefieder

fe_aves_005

Amsel höhlt einen fauligen Apfel aus.

fe_aves_006

Amsel, Weibchen, dehnt sich.

fe_aves_007

Amsel fliegt auf

fe_aves_008

Amsel frisst Nacktschnecke

fe_aves_009

Amsel, benetzt mit geschmolzenen Schneeflocken

fe_aves_010

Amsel spreizt Flügel

fe_aves_098

Wacholderdrosseln und Amseln fressen an Fallobst.

fe_aves_085

Singdrossel in Kirschbaum

fe_aves_086

In der warmen Jahreszeit sind Singdrosseln früh am Morgen unterwegs, um auf den Straßen nach Kandern und Kirchhausen nach Regenwürmern und Schnecken zu suchen.

fe_aves_072

Misteldrossel

fe_aves_073

Die Misteldrossel ist der Singdrossel ähnlich, aber größer. In Endenburg ist sie ein scheuer Vogel, an den man kaum einmal unter 100 Meter herankommt. Im September gelingt das eher einmal. Vermutlich handelt es sich dann um zugezogene Vögel aus dem Norden.

Meisen

fe_aves_061

Kohlmeise, Männchen, mit breitem Band über Brust und Bauch

fe_aves_062

Kohlmeise, Weibchen, mit schmalem, unregelmäßigem Brustband

fe_aves_060

Kohlmeise im Birnbaum

fe_aves_015

Blaumeisen und Kohlmeise an einem Meisenknödel

fe_aves_014

Blaumeise

fe_aves_017

Blaumeise dehnt einen Flügel

fe_aves_016

Blaumeise in einem Strauch, der von Flechten überzogen ist

fe_aves_093

Sumpfmeise

fe_aves_001

Tannenmeise. Aufnahmeort: Bürchen, Schweiz

Haubenmeise: ebenfalls nachgewiesen

Schwanzmeise, Haubenmeise: dito

Spechtmeisen, Kleiber

fe_aves_058

Kleiber

fe_aves_059

Ein Schnabel wie ein Meißel: Größere Nahrungsstücke klemmt der Kleiber in eine Rindenspalte und zerstößt sie in passende Stücke.

Baumläufer

fe_aves_099

Waldbaumläufer

fe_aves_100

Mit seinen Füßen und den sichelförmigen Krallen ist der Waldbaumläufer perfekt an ein Leben auf Bäumen angepasst.

Zaunkönige

fe_aves_105

Zaunkönig groß im Bild: einer der kleinsten Vögel Europas

fe_aves_106

Oft tief am Boden hüpft der Zaunkönig wie eine Maus durchs Unterholz.

Finken

fe_aves_019

Buchfink, Männchen

fe_aves_020

Buchfink, Weibchen

fe_aves_021

Buchfink mit Kirsche

fe_aves_022

Buchfink: frisst Libelle

fe_aves_026

Distelfink:  frisst die Samen des Habichtskrauts

fe_aves_025

Distelfink mit typisch roter Gesichtsmaske

fe_aves_027

Dompfaff, Männchen

fe_aves_028

Dompfaff, Weibchen: frisst Forsythien-Knospen

fe_aves_029

Dompfaff, Männchen

fe_aves_013

Bergfink

fe_aves_111

Bergfink-Invasion in Endenburg

fe_aves_039

Fichtenkreuzschnäbel. Weibchen: gelbgrün; Männchen: rot

fe_aves_040

Fichtenkreuzschnabel, Männchen

fe_aves_045

Grünfink

fe_aves_046

Grünfink: Das Männchen leuchtet kräftig grün-gelb

fe_aves_055

Kernbeißer

fe_aves_056

Kernbeißer: Mit seinem kräftigen Schnabel kann er tatsächlich Kirschkerne knacken

fe_aves_057

Ähnlich wie beim Eichelhäher sind auch die Flügel des Kernbeißers mit schwarz-blauen Schmuckfedern geschmückt.

fe_aves_107

Zeisig, Weibchen

Sperlinge

fe_aves_052

Haussperling

fe_aves_038

Ein Kennzeichen des Haussperling-Männchens ist die graue Kopfplatte

fe_aves_050

Haussperling, Weibchen, frisst eine Holunderbeere

fe_aves_051

Haussperling, Weibchen, pickt Schnee

fe_aves_053

Haussperling in einem Schneeballbusch

Stare

fe_aves_087

Der Star ist ein farbenfroher Vogel mit schillerndem Gefieder …

fe_aves_088

… dessen Schönheit erst aus der Nähe betrachtet so richtig wirkt.

Rabenvögel

fe_aves_078

2011 streifte eine handaufgezogene Rabenkrähe durch Endenburg, die allen Interessierten zeigte wie neugierig und geschickt sie ist.

fe_aves_005

Kolkrabe: Er kann doppelt so schwer wie eine Rabenkrähe sein und ist der größte Rabenvogel Europas.

fe_aves_063

Meist kommen Kolkraben einzeln oder in Paaren vor. In Endenburg versammeln sich im Herbst und Winter bis zu 80+ der imposanten Vögel, wo sie bei spektakulären Flugspielen zu beobachten sind.

fe_aves_031

Eichelhäher

fe_aves_030

Eichelhäher legen Nahrungsvorräte an. Hier ist einer dabei, ein Versteck mit einem Grasballen zu tarnen.

fe_aves_034

Charakteristisch sind die kleinen blau-schwarz-weißen Flügelfedern, die auch bei einem durchnässten Vogel sehr auffällig sind.

fe_aves_032

Je näher man dem Eichelhäher kommt …

fe_aves_033

… desto deutlicher wird, wie hübsch dieser Vogel auch sonst ist.

fe_aves_035

Elster: mit Blindschleichenschwanz

fe_aves_036

Was ihren Speiseplan angeht, sind Elstern breit aufgestellt: Sie fressen tierische und pflanzliche Nahrung. Der tierische Anteil besteht aus Insekten, Würmern, Schnecken, Spinnen und Wirbeltieren wie Mäusen, kleinen Vögeln und Reptilien wie Blindschleichen (im Bild).

fe_aves_037

An rauchendem Kamin: Wie alle Rabenvögel sind auch Elstern sehr neugierig.